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Dropshipping: Das neue Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell des Dropshipping ist in den USA bereits weit verbreitet und wird im Online-Handel bevorzugt genutzt. Mittlerweile gewinnt das Dropshipping aber auch einen immer größeren Stellenwert in Europa und Deutschland.

Was ist Dropshipping?

Der Händler stellt ein Sortiment an Waren zusammen und bietet es am Markt an. Im Gegensatz zum klassischen Online-Handel, kauft er die Produkte jedoch vorher nicht selbst, um sie dann zu verkaufen. Die Produkte bleiben bis zum Verkauf an den Endkunden beim Lieferanten des Händlers. Sobald der endgültige Verkauf erfolgt ist, bestellt der Händler das Produkt bei seinem Lieferanten und beauftragt diesen zur Auslieferung des Produktes an den Endkunden. Hierfür erhält der Lieferant eine fest vereinbarte Gebühr, je nach Sendung und trägt damit weder das Warenrisiko, noch die Lagerkosten.

Letztlich hat der Kunde den Eindruck, dass Produkt direkt von dem Online-Händler erhalten zu haben.

Was sind die Vor-, was die Nachteile des Dropshipping?

Im Prinzip geht es beim Dropshipping darum, dass eine Position in der Lieferkette ausfällt, der Lieferant des Online-Händlers aber dem Kunden gegenüber gar nicht in Erscheinung tritt. Doch bevor man dieses Geschäftsmodell angeht, ist es gut zu wissen, welche Vor- und Nachteile es mit sich bringt.

Vorteile:

 

  • Der Händler hat die Möglichkeit ein enorm großes und vielfältiges Sortiment anzubieten und dies schnell zu erweitern oder zu minimieren.
  • Hierbei muss der Händler wenig oder sogar gar kein Eigenkapital aufbringen (je nach Vereinbarung mit dem Lieferanten).
  • Bei einem Artikel mit geringer Nachfrage, trägt der Händler kein Risiko und kann den Artikel einfach aus seinem Sortiment entfernen.
  • Zudem besteht eine hohe Kosteneinsparung, die Lagerkosten und das Warenrisiko entfallen.

Nachteile:

 

  • Es bestehen geringere Margen im Vergleich zum direkten Einkauf und Verkauf.
  • Kein direkter Einfluss auf die Arbeitsleistung des Lieferanten, d.h. Kontrollverlust über Liefer-, Pack- und Zustellzeiten.
  • Der Händler kann die Warenbestände nicht kontrollieren, woraus eine unsichere Liefersituation für den Endkunden entstehen kann.
  • Bei Retouren kommt es zu einem zweiten Warenbestand beim Händler, da die Kunden die Produkte an diesen zurückschicken.  
  • Viele Online-Kunden geben ihre Beurteilungen nach Verlässlichkeit des Versandes und nach Zustand der Ware ab. Hierauf hat der Händler keinen Einfluss.

Was sollte man also beachten, wenn man sich für das Geschäftsmodell des Dropshipping entscheidet?


Der Dropshipping-Handel kann erfolgreich sein, wenn man einige Kriterien beachtet:

 

  • Es sollte auf die Auswahl des Lieferanten geachtet werden. Es empfehlen sich gerade große, etablierte Unternehmen, die kurze Lieferzeiten und akzeptable Vertragsbedingungen anbieten.
  • Bei den Vertragsbedingungen zu den Lieferanten ist ein Augenmerk auf die Zeit zur Rechnungsbegleichung zu legen. Je länger diese ist, desto besser für die Liquidität Ihres Unternehmens.
  • Achten Sie darauf, dass vertraglich bei der Produktabnahme keine Mindestmenge vereinbart ist.
  • Der Händler hat grundsätzlich kein Rückgabe- oder Umtauschrecht an den Lieferanten. Der Endkunde hat dieses jedoch an den Händler, so dass evtl. ein Sonderrückgaberecht für den Händler vertraglich vereinbart werden könnte.