Bundesgerichtshof verpflichtet Eltern ihre Kinder zu verraten. Machen die Eltern dies nicht haften sie selber und müssen Schadenersatz zahlen. Oder wie es der Bundesgerichtshof formuliert. „Im Umfang der ihm obliegenden sekundären Darlegungslast ist der Anschlussinhaber im Rahmen des Zumutbaren zu Nachforschungen sowie zur Mitteilung verpflichtet, welche Kenntnisse er dabei über die Umstände einer eventuellen Verletzungshandlung gewonnen hat.“

 

Die Entscheidung lag folgender Sachverhalt zu Grunde.

Die Klägerin hält  die Verwertungsrechte an Liedern,  die sich auf Musikalbum “Loud” der Künstlerin Rihanna enthaltenen sind. Sie nimmt die Beklagten wegen Urheberrechtsverletzung auf Schadensersatz i.H.v. mindestens 2.500 € sowie auf Ersatz von Abmahnkosten i.H.v. rd. 1.400 € in Anspruch, weil diese Musiktitel über den Internetanschluss der Beklagten im Januar 2011 im Wege des “Filesharing” öffentlich zugänglich gemacht worden sind.

Die Beklagten Eltern haben bestritten, dass Sie das Album heruntergeladen bzw. für Dritte bereitgestellt haben. Sie teilten aber mit, dass Sie drei Kinder hätten, die bei Ihnen wohnen. Diese seien volljährig und haben eigene Computer. Sie haben auch angegeben, dass sie wüssten, welches der Kinder die Rechtsverletzung begangen habe. Weitere Angaben machten Sie nicht.

Sowohl das Landgericht als auch das Oberlandesgericht haben die Eltern auf Zahlung verurteilt. Die von den Eltern eingelegte Revision hatte keinen Erfolg.

Die Eltern sind nach Auffassung des Bundesgerichtshofes verpflichtet, den Namen zu nennen. Dies sei auch mit den Grundrechten vereinbar. Zugunsten der Klägerin gibt es  das Recht auf geistiges Eigentum- Auf der Seite der Beklagten der Schutz der Familie.

Nach unserer Meinung ein nicht nachvollziehbares Urteil. Es ist gerade nicht mit den Grundrechten zu vereinen, dass man seine Kinder an den Pranger liefern muss. Im Strafrecht gibt es daher auch ein Aussageverweigerungsrecht. Dies Recht wird durch diese Entscheidung komplett ausgehöhlt­.  Von Einheit der Rechtsprechung kann  hier nicht mehr gesprochen werden.

Unserer Kanzlei wurde aktuell eine Abmahnung  der PB-ViGoods GmbH zur Überprüfung vorgelegt. Ausgesprochen wurde die Abmahnung durch Herrn Rechtsanwalt Steffen Majoyeogbe aus Dortmund

In dem Abmahnschreiben wird zunächst ausgeführt, dass die PB-ViGoods GmbH über Ebay unter anderem Flüssigkeiten für elektronische Rauchgeräte (E-Liquids) anbietet an daher mit dem Abgemahnten der ebenfalls E-Liquids anbietet in einem unmittelbaren Wettbewerbsverhältnis steht,

Dem Abgemahnten wird vorgeworfen, dass er seinen bestehenden Informationspflichten nicht hinreichend nachkomme. So unterrichte er etwa nicht über die einzelnen Schritte, die zum Vertragsschluss führen oder ob der Vertragstext nach Vertragsschluss vom Unternehmer gespeichert wird. Ebenso fehle der Link zur OS Plattform.

Rechtsanwalt Majoyeogbe fordert von dem Abgemahnten die Abgabe einer Unterlassungserklärung sowie Rechtsanwaltskosten auf Grundlage eines Gegenstandswertes von 30.000,00 Euro geltend (1141,90 Euro).

Unsere Empfehlung:

  1. Unterschreiben Sie auf keinen Fall ohne anwaltliche Beratung voreilig die vorformulierte Unterlassungserklärung.
  2. Nehmen Sie ohne Prüfung keine Zahlung vor.
  3. Beachten Sie die Fristen
  4. Lassen Sie sich zunächst von einem auf das wettbewerbsrecht spezialisierten Rechtsanwalt beraten.

Gerne vertreten wir Sie. Wir beraten bundesweit auch kurzfristig telefonisch. Wir haben Erfahrung aus mehreren tausend Abmahnverfahren. Selbstverständlich versuchen wir nicht nur die Abmahnung abzuwehren, sondern helfen Ihnen ihren Onlineshop/ebay-Auftritt für die Zukunft rechtssicher zu gestalten, um weitere Abmahnungen zu vermeiden.  

Telefonisch erreichen Sie uns unter 0800-3331030 oder 0421-56638760 oder senden sie uns die Abmahnung an kanzlei@dr-schenk.net

 

 

Unserer Kanzlei wurde aktuell eine Abmahnung  der PB-ViGoods GmbH zur Überprüfung vorgelegt. Ausgesprochen wurde die Abmahnung durch Herrn Rechtsanwalt Steffen Majoyeogbe aus Dortmund

In dem Abmahnschreiben wird zunächst ausgeführt, dass die PB-ViGoods GmbH über Ebay unter anderem Flüssigkeiten für elektronische Rauchgeräte (E-Liquids) anbietet an daher mit dem Abgemahnten der ebenfalls E-Liquids anbietet in einem unmittelbaren Wettbewerbsverhältnis steht,

Dem Abgemahnten wird vorgeworfen, dass er seinen bestehenden Informationspflichten nicht hinreichend nachkomme. So unterrichte er etwa nicht über die einzelnen Schritte, die zum Vertragsschluss führen oder ob der Vertragstext nach Vertragsschluss vom Unternehmer gespeichert wird. Ebenso fehle der Link zur OS Plattform.

Rechtsanwalt Majoyeogbe fordert von dem Abgemahnten die Abgabe einer Unterlassungserklärung sowie Rechtsanwaltskosten auf Grundlage eines Gegenstandswertes von 30.000,00 Euro geltend (1141,90 Euro).

Unsere Empfehlung:

  1. Unterschreiben Sie auf keinen Fall ohne anwaltliche Beratung voreilig die vorformulierte Unterlassungserklärung.
  2. Nehmen Sie ohne Prüfung keine Zahlung vor.
  3. Beachten Sie die Fristen
  4. Lassen Sie sich zunächst von einem auf das wettbewerbsrecht spezialisierten Rechtsanwalt beraten.

Gerne vertreten wir Sie. Wir beraten bundesweit auch kurzfristig telefonisch. Wir haben Erfahrung aus mehreren tausend Abmahnverfahren. Selbstverständlich versuchen wir nicht nur die Abmahnung abzuwehren, sondern helfen Ihnen ihren Onlineshop/ebay-Auftritt für die Zukunft rechtssicher zu gestalten, um weitere Abmahnungen zu vermeiden.  

Telefonisch erreichen Sie uns unter 0800-3331030 oder 0421-56638760 oder senden sie uns die Abmahnung an kanzlei@dr-schenk.net

Aktuell liegt uns eine Abmahnung vom Verein Deutscher und Ausländischer Kaufleute e. V. (VDAK) zur Prüfung vor.

Nach eigenen Informationen, welche auf der Internetseite des VDAK einsehbar sind, wurde der Verein 1994 als rechtsfähiger Verband zur Förderung gewerblicher Interessen gegründet. Heute sollen dem Verein bundesweit über 2.000 gewerbliche und freiberufliche Mitglieder sowie andere Wirtschaftsverbände angehören.

In der uns aktuell vorliegenden Abmahnung wird einem ebay Händler vorgeworfen mit einer Garantie geworben zu habe, ohne die erforderlichen Angaben zu den Garantiebedingungen mitgeteilt zu haben.  Die sei ein Verstoß gegen die Informationspflichten gem. Art. 246 § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 und Art. 246 a § 4 Abs. 1 EGBGB moniert. Die erforderlichen Angaben ergeben sich insbesondere aus § 477 BGB.

In der Abmahnung wird die Abgabe  einer strafbewehrten Unterlassungserklärung sowie Aufwendungsersatz in Höhe von 142,80 € gefordert. Dem Schreiben ist eine vorformulierte Unterlassungserklärung beigefügt, die eine feste Vertragsstrafe in Höhe von 1.500 € vorsieht.

Wir raten bei Erhalt anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Gerade wegen der zunächst überschaubaren Kosten in Höhe von 142,80 € neigen Händler dazu einfach die beigefügte Erklärung zu unterzeichnen und zu zahlen. Dies kann sich später als schwerer Fehler herausstellen. Eine einmal abgegebene Erklärung gilt grds. ein Leben lang!

Haben Sie auch eine Abmahnung erhalten? Wir helfen Ihnen. Wir versuchen nicht nur die Abmahnung abzuwehren, sondern helfen Ihnen auch ihren Onlineshop in Zukunft rechtssicher zu gestalten, um weitere Abmahnungen zu vermeiden.  Rufen Sie mich einfach an.

Die Kanzlei Dr. Schenk beträgt und vertritt seit über 10 Jahren Online Händler bei erhalt von Abmahnungen. Erfahrung aus mehr als 5.000 Abmahnverfahren!

Telefonisch erreichen Sie uns unter 0800-3331030 oder 0421-56638760 oder Sie schreiben uns eine E-Mail an kanzlei@dr-schenk.net

Das OVG Lüneburg hat in seinem Beschluss vom 14.03.2017 festgestellt, dass eine Online-Cent-Auktion ein verbotenes Glückspiel sein kann.

Im vorliegenden Fall vertreibt die Klägerin seit mehreren Jahren über ein Internetportal eine Vielzahl von Markenprodukten.

Wie bei Cent-Auktionen üblich, funktionierte die Gebotsabgabe nur mit dem Einsatz von Gebotspunkten. Diese müssen die Teilnehmer vor Start der Versteigerung kaufen- pro Punkt 0,50 €. Bei jeder Auktion läuft eine Zeituhr rückwärts und nur vor Ablauf der Zeituhr ist eine wirksame Gebotsabgabe möglich.

Erwerben konnten Teilnehmer die Punkte in verschiedenen Paketen: Das kleinste Paket kostete 10 €, für welches man 20 Punkte bekam. Das größte Paket umfasste 500 Punkte zu einem Preis von 250 €.

Beim Platzieren eines Gebotes wurde der entgeltliche Gebotspunkt verbraucht und der Preis des angebotenen Produktes erhöhte sich um 0,01 € und verlängerte zugleich die Versteigerungszeit um eine bestimmte Sekundenzahl.

Zusätzliche Zeit erhielten andere Auktionsteilnehmer um weitere Gebote abzugeben. Derjenige, der beim Ende der Auktion das letzte Gebot abgegeben hatte, erhielt das Recht, das betreffende Produkt zu dem letzten Gebotspreis zu kaufen. Erfolglos eingesetzte Gebotspunkte wurden nicht erstattet und im Gewinnfall auch nicht auf den Produktpreis angerechnet.

Das OVG Lüneburg stufte diesen Ablauf als genehmigungspflichtiges Glücksspiel ein.

Die Regelungen des Glücksspiel-Staatsvertrages (GlüStV) seien anwendbar, da die Grenze zur Erheblichkeit bereits dadurch überschritten werde, dass der Teilnehmer nur bestimmte Pakete zu einem Mindestpreis von 10,- EUR erwerben könne, nicht jedoch einzelne Punkte.
Der Ablauf hänge auch vom Zufall ab, denn es sei reines Glück wie das Bietverhalten der übrigen Teilnehmer ausfalle, so das Gericht.

Die Klägerin hätte somit eine Genehmigung für ihre Tätigkeit haben müssen.

Hinweis: Stiftung Warentest warnt: Cent-Auktionen- zu schön um wahr zu sein (27.06.2012)

Cent-Auktionen weisen eine Menge Haken auf, so Stiftung Warentest. Jedes Gebot kostet Geld und wer am Ende der Auktion nicht zum Zuge kommt, verliert die eingesetzten Gebotspunkte. Die vermeintlichen Schnäppchen seien oft  keine- der Käufer zahle am Ende mehr als er es im Geschäft getan hätte. Dadurch, dass die Auktionen kein festes Ende haben, würde schaukelt sich der Auktionspreis regelmäßig in die Höhe schaukeln und die Teilnehmer können- sofern sie keine automatische Bietfunktion nutzen, Tage vor dem PC verbringen.