Die Booking.com Deutschland GmbH hat anscheinend eine Abmahnung vom Bundeskartellamt erhalten, da sie fortgesetzt Bestpreisklauseln in Verträgen mit Hotels in Deutschland verwendet hat.

Bestpreisklauseln verpflichten Hotels, dem jeweiligen Hotelportal den jeweils günstigsten Hotelpreis, die höchstmögliche Zimmerverfügbarkeit und die günstigsten Buchungs- und Stornierungskonditionen im Internet zur Verfügung zu stellen. In diesen Bestpreisklauseln sieht das Bundeskartellamt eine Einschränkung des Wettbewerbs.

Das Bundeskartellamt hat bereits durch das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf im Parallelverfahren gegen HRS eine Untersagungsentscheidung erwirkt.

Andreas Mundt, der Präsident des Bundeskartellamtes teilte mit, das OLG Düsseldorf habe mit der Bestätigung des Beschlusses gegen HRS eine grundsätzliche Frage für Wettbewerbsbeschränkungen im Internet entschieden. Die übrigen großen Hotelportale Booking.com und Expedia seien bislang dennoch nicht bereit, die Bestpreisklauseln aus ihren Verträgen zu streichen. Daher beabsichtige das Bundeskartellamt, jetzt zunächst Booking.com als mittlerweile mit Abstand größtem Hotelportal in Deutschland die weitere Anwendung der Bestpreisklauseln zu untersagen. Dies diene auch der Herstellung gleicher Wettbewerbsbedingungen im Verhältnis zu HRS, die bereits seit einem Jahr ihre Bestpreisklauseln aus den Verträgen mit Hotels beseitigt hat.

Quelle:

http://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Meldung/DE/Pressemitteilungen/2015/02_04_2015_Booking.com.html

Eine eBay- „Panne“ hatte es vor einigen Wochen ermöglicht, dass ein Anbieter unter dem Namen „sonnenschein39“ seine vermeintlichen Artikel über die Internetplattform weiter verkaufen konnte, obwohl zuvor zahlreiche Beschwerden und die Aufforderung bei dem Unternehmen eingegangen sind, dass dieser Anbieter gesperrt werden solle. Das kuriose ist, dass eBay zwar bestätigte, dass „sonnenschein39“ gesperrt werde, der Verkäufer aber zunächst munter weiter verkaufen konnte.

Die bisher noch nicht gefassten Personen, die sich hinter „sonnenschein39“ verbergen, haben wochenlang meist hochwertige Artikel aus dem Bereich Multimedia/Telekommunikation zu Tiefstpreisen angeboten, diese aber nach Bezahlung nie versendet. Natürlich ist diese Verkaufsmethode nicht nur unzulässig, sondern auch strafbar.

 

Da die Sperrung seitens eBay jedoch durch einen nach eigenen Aussagen „technischen Fehler“ nicht sofort erfolgte, kündigte das Unternehmen nunmehr an, alle geprellten Käufer zu entschädigen. Den Betrag von insgesamt ca. 250.000,00 € könnte sich das Unternehmen eventuell später, falls diese gefasst werden, von den Anbietern hinter „sonnenschein39“ zurückholen.

Auf Nachdruck der Presse entschied sich eBay im Sinne der Käufer nunmehr, den entstandenen Schaden vorab auszugleichen, damit diese sich zumindest nicht mehr die Mühe machen müssen, etwaigen Schadensersatzforderungen hinterher zu laufen.

 

EBay zeigt somit das nötige Verantwortungsbewusstsein und es bleibt letztlich nur noch zu hoffen, dass die angekündigte Entschädigung alsbald vorgenommen wird.