Aktuell wird  das illegale down –  bzw. uploaden auf Tauschbörsen des Musikalbums „Cardiology“ der Künstlergruppe „Good Charlotte“  abgemahnt. Die Abmahnung wird durch die Tonträgerherstellerin EMI Music Germany GmbH & Co KG ausgesprochen. Abmahnende Kanzlei sind die Rechtsanwälte Rasch aus Hamburg.

Den Abgemahnten wird vorgeworfen, im Rahmen einer Internettauschbörse (beispielsweise BitTorrent, e-Mule, Kazaa, e-Donkey, GnuNet, Freenet, LimeWire, etc.) anderen Nutzern durch Freigabe auf ihrer Festplatte das vorgenannte Video zum Download angeboten zu haben.

Neben einer Unterlassungserklärung wird eine Vergleichsbetrag in Höhe von 1.200,00 € verlangt.

Sollten auch Sie eine Abmahnung erhalten haben, heißt es erst mal Ruhe bewahren. In keinem Fall einfach die Unterlassungserklärung unterschreiben und/oder den Geldbetrag überweisen.

Die Berechtigung der Abmahnung sollte durch einen aufs Urheberrecht spezialisierten Anwalt überprüft werden. Auch besteht die Gefahr von Folgeabmahnungen.

Die geltend gemachten Forderungen können regelmäßig erheblich reduziert oder auch ganz abgewehrt werden. Aufgrund der täglichen Bearbeitung von einer Vielzahl von Abmahnungen im Bereich des Urheberrechts können wir Ihnen schnell und  kompetent weiterhelfen. Wir vertreten deutschlandweit!

Soforthilfe unter 0421-56638780 oder E-Mail an kanzlei(at)dr-schenk.

Oftmals kommt bei erhaltener Abmahnung im Bereich des Filesharing der Einwand, dass man die streitgegenständlichen Werke überhaupt nicht auf dem Computer habe bzw. man zum Tatzeitpunkt nicht mal zuhause war und die Abmahnung daher unberechtigt ist.  In den meisten Fällen stellt sich allerdings heraus, dass  ein WLAN-Netz genutzt wurde, welches nicht ordentlich gesichert wurde.  Dieses geht zu Lasten des Anschlussinhabers, so dass der Anschlussinhaber voll haftet. So stellt das LG Düsseldorf, Urteil vom 16.07.2008  klar, dass dieses Unterlassen der einfachsten Sicherheitsmaßnahmen eine offene Gefahrenquelle darstellt und daher kausal für die Urheberrechtsverletzung ist.  Wortwörtlich führt das Gericht folgendes aus: „Objektiv gesehen hat sie es Dritten ermöglicht, sich hinter ihrer Person zu verstecken, um im Schutze der von ihr geschaffenen Anonymität ohne Angst vor Entdeckung ungestraft Urheberrechtsverletzungen begehen zu können. Von daher ist es gerechtfertigt, der Antragsgegnerin zumindest die Sicherungsmaßnahmen abzuverlangen, die eine Standardsoftware erlaubt. So hätte sie für die verschiedenen Nutzer ihres Computers Benutzerkonten mit eigenem Passwort installieren können oder das Risiko eines von außen unternommenen Zugriff auf das WLAN-Netz durch Verschlüsselung minimieren können. Die Antragsgegnerin traf die Verpflichtung, im Rahmen des Zumutbaren und Erforderlichen geeignete Vorkehrungen zu treffen, durch welche die Rechtsverletzungen soweit wie möglich verhindert werden.“